Seit nun 65 Jahren steht die Städtische Wohnungsbau GmbH Göttingen (SWB) für das, was in einer Stadt wie Göttingen am wichtigsten ist: bezahlbaren Wohnraum, die Modernisierung und Erweiterung der Bestände – und das gute Gefühl, zentral zu wohnen und dennoch von gepflegten Grünflächen umgeben zu sein.
Gegründet im Jahr 1960, hat die SWB über sechs Jahrzehnte Stadtgeschichte mitgeschrieben: vom Wiederaufbau der Nachkriegsjahre über den sozialen Wohnungsbau der 1970er bis zu heutigen Nachhaltigkeitsprojekten. Dabei war das Ziel stets klar – Wohnen darf kein Privileg sein.
Schon in den 1960er-Jahren gelang es der Stadt Göttingen durch Gründung der SWB, die beengten Nachkriegsverhältnisse hinter sich zu lassen.
Große Neubauprojekte wie am Leineberg, in Grone oder auf dem Holtenser Berg prägten ganze Stadtteile und schufen dringend benötigten Wohnraum. Bis Mitte der 1970er-Jahre entstanden hier fast 1.000 Wohnungen – ein wichtiger Schritt, um die Wohnungsnot jener Zeit zu überwinden. In den folgenden Jahrzehnten setzte die SWB kontinuierlich neue Akzente: mit Sanierungen in der Innenstadt, neuen Quartieren in Weende, den Zietenterrassen oder zuletzt der „Grünen Mitte Ebertal“. Jede Epoche hat Spuren hinterlassen – im Stadtbild und im Selbstverständnis der Gesellschaft.
„Unsere Aufgabe bleibt, Wohnraum für alle zu schaffen – sozial, nachhaltig und zukunftssicher“, sagt Geschäftsführer Christian Schmelcher stellvertretend für seine Vorgänger Wolfgang Lühmann (1960–1998), Rolf-Georg Köhler (1998–2014) und Claudia Leuner-Haverich (2014–2024). „Das gelingt nur, wenn wir trotz gestiegener Baukosten, Fachkräftemangel und strengerer Vorgaben unsere erfolgreiche Tradition mit neuen Ideen verbinden.“
Heute bewirtschaftet die SWB rund 4.800 Wohnungen in Göttingen – darunter 4.700 eigene Wohnungen, 20 Gewerbeeinheiten, 32 Wohnungen Dritter sowie eine Altentagesstätte, drei Kindertagesstätten, ein Jugendhaus und einen Jugendtreff. Hinzu kommen 679 Garagen und Tiefgaragenplätze sowie 95 Pkw-Stellplätze.
Besonderes Augenmerk gilt derzeit Projekten, die auf klimafreundliches Bauen, energetische Sanierung und generationengerechtes Wohnen setzen. Mit innovativen Konzepten zur Nachverdichtung und Quartiersentwicklung trägt die SWB aktiv zur sozialen und ökologischen Stadtgestaltung bei – und beweist, dass kommunaler Wohnungsbau auch im 21. Jahrhundert eine tragende Säule städtischer Lebensqualität bleibt.
Ein Beispiel dafür ist die Sanierung der denkmalgeschützten Stockleffschen Mühle am Leinekanal, die die SWB zu einem zentralen Standort der Jugendberufshilfe entwickelt – ein Ort, an dem junge Menschen Unterstützung auf ihrem Weg von der Schule in den Beruf erhalten.
Was 1960 als Antwort auf akuten Wohnraummangel begann, ist heute ein modernes, verantwortungsbewusstes Wohnungsunternehmen mit einem klaren gesellschaftlichen Auftrag. 65 Jahre später gilt mehr denn je: Göttingen bleibt lebenswert – auch dank der Städtischen Wohnungsbau Göttingen.

v.l.n.r.: Wolfgang Lühmann, Rolf-Georg Köhler, Claudia Leuner-Haverich, Christian Schmelcher